Erfurt. Wir haben reingehört in das neue Solo-Album des Pankow-Sängers André Herzberg und in das neue Werk des Gitarren-Duos Rodrigo y Gabriela.

Das Cover des Albums „Von woanders her“ von André Herzberg.
Das Cover des Albums „Von woanders her“ von André Herzberg. © Reptiphon/Broken Silence

Mit Diktaturen hat der Mensch und Musiker André Herzberg seine Erfahrungen gemacht. Der Pankow-Sänger beendet sein viertes Solo-Album „Von woanders her“ mit dem Song „Diktator“ – eine bittere Abrechnung mit den Herrschaftsverhältnissen seiner DDR-Jugend und dem aktuellen Kreml-Chef.

Der Künstler ist bei Herzberg weiter Zentrum des Schaffens: Der 67-Jährige kokettiert mit der vermeintlich letzten Phase seines Lebens, thematisiert seinen Herzinfarkt („Dem Tod von der Schippe gesprungen“), reflektiert die Dunkelheit im Leben, die Pandemie, schöpft Hoffnung. Sein bewährtes Trio spielt Roots-Rock, Blues, Reggae, Gospel. Launiges Resümee eines Lebens(abschnitts).

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Rodrigo y Gabriela setzen auf Soundtrack-Sounds

Das Cover des Albums „In between Thoughts... A new World“ von Rodrigo y Gabriela.
Das Cover des Albums „In between Thoughts... A new World“ von Rodrigo y Gabriela. © ATO Records/PIAS-Rough Trade

Die Arbeit mit Soundtrack-Crack Hans Zimmer für den vierten Teil der „Fluch der Karibik“-Reihe 2011 hat Spuren hinterlassen bei Rodrigo Sánchez und Gabriela Quintero alias Rodrigo y Gabriela. Das Gitarren-Duo aus Mexico setzt für seine Instrumental-LP „In between Thoughts… A new World“ verstärkt auf Orchester und Elektronisches.

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In der ersten Hälfte beeindruckt die Klangfülle des Albums, doch es geht atemlos von Track zu Track, wie im Actionfilm – oder Computerspiel. Ein bisschen schade: Der Blockbuster-Sound überlagert Kompositionen und Können der Gitarreros.

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