Erfurt. Gaffer gab es nach dem Unfall viele, doch wirklich Auskunft zum Unfall geben, das kann kaum jemand.

Die Polizei hat nach wie vor keinen neuen Erkenntnisse zu dem tödlichen Straßenbahnunfall Ende Juni in der Tschaikowskistraße. „Wir bitten dringend darum, dass sich mögliche Zeugen bei uns melden“, sagt Polizeisprecherin Julia Neumann auf Anfrage unserer Zeitung. Noch immer konnte nicht nachvollzogen werden, wie es zu dem Unglück kam. Eine 83-jährige Frau aus Erfurt war am 28. Juni zwischen die Triebwagen geraten.

Nach dem Unfall eilten sofort Passanten zu der Frau, um Erste Hilfe zu leisten. Rettungskräfte versuchten erfolglos, die Frau zu reanimieren. Die Evag schickte einen Betreuer zu dem Straßenbahnfahrer, auch ein Seelsorger wurde hinzugezogen.

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Laut Polizei war es der erste Straßenbahnunfall an dieser Haltestelle. Während der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen hatte die Polizei den Unfallort abgesperrt. „Die Kollegen wurden massiv behindert, etwa 20 bis 30 Personen ignorierten die Absperrung“, hatte Julia Neumann nach dem Unfall kritisiert.

Manche Passanten hätten mit ihren Handys Foto- und Videoaufnahmen gemacht

Aufgrund der Einsatzlage sei es nicht möglich gewesen, deren Personalien aufzunehmen. Manche Passanten hätten gar mit ihren Handys Foto- und Videoaufnahmen gemacht. Die Polizeisprecherin machte damals ganz klar deutlich, dass es sich hierbei um einen Straftatbestand handelt.

Denn im Paragraf 201 des Strafgesetzbuches heißt es: „Mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine Bildaufnahme, die die Hilflosigkeit einer anderen Person zur Schau stellt, unbefugt herstellt oder überträgt und dadurch den höchstpersönlichen Lebensbereich der abgebildeten Person verletzt, oder eine Bildaufnahme, die in grob anstößiger Weise eine verstorbene Person zur Schau stellt, unbefugt herstellt oder überträgt.“

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Verfolgungsfahrt durch Nordthüringen nach Unfall: Mann rammt noch weitere Autos und verletzt Polizisten

Gegen 18.45 Uhr am Mittwoch hat ein silberner Mercedes in Sondershausen in der Cannabichstraße einen Unfall verursacht. Er fuhr einem VW Polo hinten auf.
Gegen 18.45 Uhr am Mittwoch hat ein silberner Mercedes in Sondershausen in der Cannabichstraße einen Unfall verursacht. Er fuhr einem VW Polo hinten auf. © Silvio Dietzel | Silvio Dietzel
Doch statt sich um den leicht verletzten Autofahrer und den Unfallschaden zu kümmern, haute der Mercedes-Fahrer einfach ab und gab Gas.
Doch statt sich um den leicht verletzten Autofahrer und den Unfallschaden zu kümmern, haute der Mercedes-Fahrer einfach ab und gab Gas. © Silvio Dietzel | Silvio Dietzel
Bei seiner Flucht quer durch Sondershausen gefährdete der Flucht-Fahrer mehrere andere Autofahrer. Auf der Bundesstraße 4 Richtung Nordhausen mussten eine Frau und ihr Kind mit ihrem Auto in den Straßengraben ausweichen, um den Zusammenstoß zu verhindern.
Bei seiner Flucht quer durch Sondershausen gefährdete der Flucht-Fahrer mehrere andere Autofahrer. Auf der Bundesstraße 4 Richtung Nordhausen mussten eine Frau und ihr Kind mit ihrem Auto in den Straßengraben ausweichen, um den Zusammenstoß zu verhindern. © Silvio Dietzel | Silvio Dietzel
Ein dahinter fahrendes Ehepaar konnte gerade noch einen Frontalzusammenstoß verhindern, ihr Auto wurde aber vom Mercedes gerammt. Der setzte seine Fahrt unvermindert fort.
Ein dahinter fahrendes Ehepaar konnte gerade noch einen Frontalzusammenstoß verhindern, ihr Auto wurde aber vom Mercedes gerammt. Der setzte seine Fahrt unvermindert fort. © Silvio Dietzel | Silvio Dietzel
Kurz vor der Ortschaft Steinbrücken krachte der Mercedes mit voller Wucht in einen VW. Der erlitt Totalschaden.
Kurz vor der Ortschaft Steinbrücken krachte der Mercedes mit voller Wucht in einen VW. Der erlitt Totalschaden. © Silvio Dietzel | Silvio Dietzel
Auch der Mercedes wurde dabei stark beschädigt, fuhr aber weiter. Inzwischen hatte die Polizei die Verfolgung aufgenommen und konnte das Auto schließlich an der Autobahnanschlussstelle Nordhausen stellen.
Auch der Mercedes wurde dabei stark beschädigt, fuhr aber weiter. Inzwischen hatte die Polizei die Verfolgung aufgenommen und konnte das Auto schließlich an der Autobahnanschlussstelle Nordhausen stellen. © Silvio Dietzel | Silvio Dietzel
Bei seiner Festnahme leistete der Fahrer extremen Widerstand und verletzte dabei einen Polizisten.
Bei seiner Festnahme leistete der Fahrer extremen Widerstand und verletzte dabei einen Polizisten. © Silvio Dietzel | Silvio Dietzel
Wie sich herausstellte, war der Fahrer völlig betrunken. Ein erster Alkoholtest ergab 1,2 Promille.
Wie sich herausstellte, war der Fahrer völlig betrunken. Ein erster Alkoholtest ergab 1,2 Promille. © Silvio Dietzel | Silvio Dietzel
Bilanz der Fahrt: Fünf beschädigte Autos und zwei Verletzte. Der Mann wurde am Abend wieder auf freien Fuß gesetzt
Bilanz der Fahrt: Fünf beschädigte Autos und zwei Verletzte. Der Mann wurde am Abend wieder auf freien Fuß gesetzt © Silvio Dietzel | Silvio Dietzel
Bilanz der Fahrt: Fünf beschädigte Autos und zwei Verletzte. Der Mann wurde am Abend wieder auf freien Fuß gesetzt
Bilanz der Fahrt: Fünf beschädigte Autos und zwei Verletzte. Der Mann wurde am Abend wieder auf freien Fuß gesetzt © Silvio Dietzel | Silvio Dietzel
Bilanz der Fahrt: Fünf beschädigte Autos und zwei Verletzte. Der Mann wurde am Abend wieder auf freien Fuß gesetzt
Bilanz der Fahrt: Fünf beschädigte Autos und zwei Verletzte. Der Mann wurde am Abend wieder auf freien Fuß gesetzt © Silvio Dietzel | Silvio Dietzel
Bilanz der Fahrt: Fünf beschädigte Autos und zwei Verletzte. Der Mann wurde am Abend wieder auf freien Fuß gesetzt
Bilanz der Fahrt: Fünf beschädigte Autos und zwei Verletzte. Der Mann wurde am Abend wieder auf freien Fuß gesetzt © Silvio Dietzel | Silvio Dietzel
Bilanz der Fahrt: Fünf beschädigte Autos und zwei Verletzte. Der Mann wurde am Abend wieder auf freien Fuß gesetzt
Bilanz der Fahrt: Fünf beschädigte Autos und zwei Verletzte. Der Mann wurde am Abend wieder auf freien Fuß gesetzt © Silvio Dietzel | Silvio Dietzel
Bilanz der Fahrt: Fünf beschädigte Autos und zwei Verletzte. Der Mann wurde am Abend wieder auf freien Fuß gesetzt
Bilanz der Fahrt: Fünf beschädigte Autos und zwei Verletzte. Der Mann wurde am Abend wieder auf freien Fuß gesetzt © Silvio Dietzel | Silvio Dietzel
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